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Grubenlampe, 20. Jh.

50,00 € / Objekt-Nr. 5962

© Ruhr Museum; Foto: Christoph Sebastian
„Licht bei der Nacht!“ Als Standardausrüstung der Bergarbeiter unter Tage ist die Grubenlampe heute eines der bekanntesten Symbole des Ruhrgebietes.

Ohne Licht konnte der Bergmann seine Arbeit nicht verrichten. Eine Grubenlampe war somit unverzichtbar unter Tage. Jeder Kumpel hatte seine persönliche Lampe, für die er verantwortlich war. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wurden im Bergbau für die Ausleuchtung der Stollen sogenannte Flammensicherheitslampen verwendet. Sie sollten zudem die Gefahr von verheerenden Kohlenstaub- oder Grubengasexplosionen unter Tage verringern. Das entscheidende Element aller Sicherheitsgeleuchte war die Umhüllung der im Lampeninneren offenen Flamme durch einen zylindrisch geformten Korb aus Drahtgeflecht. Wurde eine solche Lampe mit einem Schlagwettergemisch konfrontiert, passierte folgendes: Bei hoher Konzentration des Gemisches füllte sich der gesamte Drahtzylinder mit der Flamme aus, und bei hinreichend langem Kontakt zwischen Flamme und Methangemisch erfolgte im Inneren der Lampe eine kleine Schlagwetterexplosion. Der Drahtkorb jedoch kühlte die Flammentemperatur soweit hinunter, dass die Zündgrenze des die Lampe umgebenden Gasgemisches unterschritten wurde. Eine Übertragung der Zündenergie auf die Umgebung wurde somit vermieden, großflächige verheerende Kohlenstaub- oder Grubengasexplosionen verhindert.