Das Ruhr Museum befindet sich in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein, Schacht XII in Essen. Es existiert seit dem 1. Januar 2008 als unselbstständige Stiftung innerhalb der Stiftung Zollverein in der Trägerschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, des Landschaftsverbandes Rheinland und der Stadt Essen. Als Regionalmuseum zeigt es in seiner Dauerausstellung die gesamte Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebietes. Es versteht sich nicht als klassisches Industriemuseum, sondern als Gedächtnis und Schaufenster der Metropole Ruhr.
Das Ruhr Museum verfügt über umfangreiche Sammlungen zur Naturkunde, Archäologie, Geschichte und Fotografie, die im Wesentlichen auf den Sammlungen des ehemaligen Ruhrlandmuseums der Stadt Essen beruhen. Sie werden insbesondere mit regionalem Bezug ständig vermehrt und thematisch erweitert. 25.000 ausgewählte Stücke davon sind im Rahmen von Führungen im Schaudepot des Ruhr Museums auf der Kokerei Zollverein zu sehen. Neben der Dauerausstellung zur Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebietes zeigt das Ruhr Museum regelmäßig Sonderausstellungen, auch zu Themen, die sich nicht auf das Ruhrgebiet beziehen.
Essener Museumsverein
Die Geschichte des Ruhr Museums beginnt vor mehr als einhundert Jahren mit der Gründung eines Essener Museumsvereins im Jahre 1901, die vor allem vom Historischen Verein für Stadt und Stift Essen und dem Kruppschen Bildungsverein betrieben wurde. Das am 4. Dezember 1904 eröffnete Museum umfasste zunächst die Bereiche Kunst, Ortsgeschichte, Natur- und Völkerkunde und gehört zu den ersten Gründungen im Ruhrgebiet. Es befand sich zunächst in der Essener Innenstadt in der alten Post am Burgplatz.
Nach Ausgliederung der Städtischen Kunstsammlung, die den Kern des späteren Museum Folkwang darstellt, wurde 1911 das „Museum der Stadt Essen für Heimat-, Natur- und Völkerkunde“ gegründet. Von Anfang an bestand aber auch das Bestreben zum Ausbau eines Industriemuseums für den gesamten Rheinisch-Westfälischen Industriebezirk.
Ruhrlandmuseum
Bis 1927 waren die Sammlungsbestände derart angewachsen, dass das Museum in das Ledigenheim der Firma Krupp am Bahnhof Essen-West umzog. 1934 erhielt es den Namen „Ruhrland-Museum“. Die fatale Entscheidung für eine separate Präsentation der ortsgeschichtlichen Sammlungen in dem von den Nationalsozialisten 1937 geschaffenen „Haus Heimat“ führte zur weitgehenden Zerstörung der historischen Bestände. 1954 konnte das Museum in der Knaudtschen Villa an der Bismarckstraße wiedereröffnet und 1964 um einen Neubau erweitert werden.
Von 1984 bis 2007 bildete das Ruhrlandmuseum gemeinsam mit dem Museum Folkwang das Essener Museumszentrum an der Goethestraße.
Stiftung Ruhr Museum
Am 1. Januar 2008 wurde das Museum in eine neue Struktur überführt und als Stiftung Ruhr Museum in neuer Trägerschaft am neuen Standort, dem UNESCO-Welterbe Zollverein, gegründet.
Eröffung Ruhr Museum
Am 9. Januar 2010 wurde das Ruhr Museum als Regionalmuseum des Ruhrgebiets gemeinsam mit der Kulturhauptstadt RUHR.2010 in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen eröffnet. Bereits vier Jahre danach empfing das Ruhr Museum am 11. Dezember 2013 seinen millionsten Besucher.
10-jähriges Jubiläum
Zehn Jahre nach der Eröffnung der Kulturhauptstadt RUHR.2010 und des Ruhr Museums fand die große Jubiläumsfeier „Zehn nach Zehn“ vom 10. bis 25. Januar 2020 mit riesigem Publikumszuspruch auf Zollverein statt. Während des zweitägigen Museumsfests am 11. und 12. Januar 2020 mit einem umfangreichen Kulturprogramm begrüßte das Ruhr Museum auch seine zweimillionste Besucherin.
Schaudepot Ruhr Museum
Mit der Eröffnung des spektakulären Schaudepots in der ehemaligen Salzfabrik auf der Kokerei Zollverein endet der Umzug des Ruhr Museums mit seinen Ausstellungen, Funktionsräumen und Depots auf das UNESCO-Welterbe Zollverein. In seinem Zentral- und Schaudepot deponiert und präsentiert das Ruhr Museum im Rahmen von Führungen große Teile seiner Geologischen, Archäologischen und Historischen Sammlungen.
Dietmar Osses
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Philipp Bänfer
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Dr. Julia-Katharina Schmidt-Ewig
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Sandra Sorgenicht
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Katharina Diekman
+49 (0)201.24681-457
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Am Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein ist zum 1. September 2026
und für den Zeitraum von einem Jahr ein
Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur (m/w/d)
zu besetzen.
Das Ruhr Museum ist das Regionalmuseum des Ruhrgebiets. Es befindet sich als unselbstständige Stiftung der Stiftung Zollverein in der Trägerschaft der Stadt Essen, des Landschaftsverbandes Rheinland und des Landes Nordrhein-Westfalen und verfügt über umfangreiche Sammlungen zur Geologie und Mineralogie, zur Archäologie, zur Vormoderne und zur Industriegeschichte sowie zur Fotografie. Neben der Sammlungstätigkeit veranstaltet das Ruhr Museum regelmäßig Ausstellungen von regionaler und überregionaler Bedeutung, erforscht seine Sammlungen, publiziert die Ergebnisse und vermittelt seine Inhalte sowohl im Museumsgebäude, der ehemaligen Kohlenwäsche des Welterbes Zollverein als auch in seinen Außenstellen.
Ihr Einsatzbereich
Im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJK) unterstützen Sie den zentralen Besucherdienst des Ruhr Museums, lernen alle für Besucher:innen relevanten Tätigkeiten kennen und werden umfassend eingearbeitet.
Ihre Aufgaben
Weitere Beteiligungsmöglichkeiten
Sie haben die Möglichkeit, nach Absprache Einblicke in andere Abteilungen wie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Bildung & Vermittlung sowie den wissenschaftlichen Fachbereich zu erhalten.
Das bringen Sie mit
Das bieten wir
Bewerbungsmodalitäten
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis 31.07.2026 mit kurzem Lebenslauf und Motivationsschreiben per E-Mail an: sandra.ullrichskoetter@ruhrmuseum.de
Alle Infos zum FSJK allgemein sind hier zu finden:https://anmelden.freiwilligendienste-kultur-bildung.de/detail/21655
Im Ruhr Museum kann in fast allen Bereichen bzw. Abteilungen ein Praktikum absolviert werden. Die Praktika dauern maximal drei Monate und dienen dem Erwerb erster praktischer Kenntnisse und Erfahrungen in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern eines Regionalmuseums.
Es kann entweder ein sog. Pflichtpraktikum nach Vorgabe einer Ausbildungs-/Studienordnung oder ein sog. Info- bzw. freiwilliges Praktikum vor oder während eines Studiums absolviert werden.
Schriftliche Kurzbewerbungen mit Lebenslauf – gerne als PDF – sind an das Sekretariat des Ruhr Museums zu senden. Bitte immer unter Angabe der Art des Praktikums (Info- oder Pflicht-), des genauen Zeitraums (Datum und Wochenanzahl) und des gewünschten Bereichs des Museums (mit Alternativen).
Eine Übersicht der Bereiche/Abteilungen im Ruhr Museum entnehmen Sie bitte der Seite Team.