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Ruhr Museum | _Archiv 2019: Krieg.Macht.Sinn. Krieg und Gewalt in der europäischen Erinnerung

Galerieausstellung

Krieg.Macht.Sinn. Krieg und Gewalt in der europäischen Erinnerung

Ruhr Museum, Galerie 21-Meter-Ebene
12. November 2018 bis 10. Juni 2019

Über 100 Millionen Menschen kamen im 20. Jahrhundert infolge von Kriegen, Vertreibungen und Genoziden ums Leben. 

Kriege gelten in der deutschen und Teilen der europäischen Erinnerungskultur daher heute als sinnlos. Aber trotzdem haben viele Menschen aus unterschiedlichen Gründen Interesse an kriegerischen Auseinandersetzungen. Deshalb nimmt das Gedenken an Krieg auch verschiedene Formen an. Einhundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs präsentierte das Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen im Rahmen des von der EU geförderten Projekts UNREST einen völlig neuartigen Blick auf das Phänomen Krieg. Die Besucher wurden in vier Abteilungen zu den Themen „Krieg“, „Bombenkrieg“, „Völkermord“ sowie „Flucht und Vertreibung“ mit unterschiedlichen Blickwinkeln konfrontiert. Landläufigen Interpretationen wurden alternative, auch provokante Sichtweisen entgegengesetzt. Für wen macht Krieg Sinn? Warum werden auch demokratisch legitimierte Entscheidungen getroffen, die zum Krieg führen? Ausgangspunkt der Ausstellung war der hundertste Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs, der am 11.11.2018 in Teilen des europäischen Auslands als „Remembrance Day“ gefeiert wird. 200 Exponate von rund 50 Leihgebern animierten die Besucher, über die Sinnhaftigkeit der Weltkriege und der kriegerischen Auseinandersetzungen bis zur Gegenwart nachzudenken. Das Spektrum der Exponate reichte von Fotografien, Plakaten und Filmen, über Rüstungsprodukte, bis hin zu Skulpturen. Darunter befanden sich spektakuläre Dokumente wie der Friedensvertrag von Brest-Litowsk, das Manuskript des Romans „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque sowie Kriegstagebücher von Ernst Jünger.