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Neues

Erfolgreicher Projektabschluss: FeMig.Lab

Ruhr Museum 1.9.2026
© Minor Projektkontor für Bildung und Forschung gemeinnützige GmbH

Das europäische Projekt Female Labour Migration in European History – FeMig.Lab ist erfolgreich abgeschlossen. Das Ruhr Museum hat sich mit einem eigenen Interviewprojekt beteiligt und so zur Erforschung weiblicher Arbeitsmigration in Europa beigetragen.

Seit September 2024 beschäftigten sich Museen, Wissenschaftler:innen, Migrant:innenorganisationen sowie Bildungs- und Kultureinrichtungen aus verschiedenen europäischen Ländern mit der Frage, wie die Geschichte weiblicher Arbeitsmigration seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erzählt und vermittelt werden kann.

Frauen haben als Arbeitsmigrant:innen, in Familien und sozialen Netzwerken sowie durch ihr gesellschaftliches Engagement die Entwicklung Europas entscheidend mitgeprägt. Ihre Erfahrungen sind in der öffentlichen Erinnerung jedoch häufig noch wenig sichtbar. FeMig.Lab setzte hier an und rückte die Verbindungen zwischen Migration, Arbeit, Geschlecht und gesellschaftlicher Teilhabe in den Mittelpunkt.


Women Work Migration: Geschichten aus Europa

Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist die europäische Online-Plattform Women Work Migration. Sie versammelt persönliche Geschichten von Frauen aus verschiedenen europäischen Ländern und macht unterschiedliche Erfahrungen weiblicher Arbeitsmigration auch über das Projektende hinaus sichtbar und zugänglich.

Auch die Beiträge des Ruhr Museums sind auf der Plattform zu finden.


Sechs Frauen, zwei Generationen

Das Ruhr Museum beteiligte sich mit einem intergenerationellen Interviewprojekt an FeMig.Lab. In Kooperation mit dem Spanischen Elternverein Essen e. V., HistAgoge | Geschichtsforschung und der mitMach Agentur wurden sechs Frauen aus zwei Generationen zu ihren Migrationserfahrungen im Ruhrgebiet interviewt.

Während drei von ihnen im Kontext der Arbeitsmigration und Familienzusammenführung seit den 1960er-Jahren nach Deutschland kamen, migrierten drei weitere seit etwa 2011. Der generationenübergreifende Vergleich zeigt, wie sich Bedingungen und Gründe für Migration verändert haben – und welche Themen über Generationen hinweg von Bedeutung bleiben. Dazu gehören Arbeit, Sprache, Familie, soziale Netzwerke, Sicherheit, Zugehörigkeit und Heimat.

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Kooperationspartner:innen für die Zusammenarbeit und insbesondere bei unseren Interviewpartnerinnen für ihre Offenheit und ihr Vertrauen.