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Drei Maskenperlen, Fundort unbekannt; Griechisch-Römische Zeit, römisch, 1. Jh. n. Chr.

50,00 € / Objekt-Nr. 4202, 4203, 4204

Drei Maskenperlen, Fundort unbekannt; Griechisch-Römische Zeit, römisch, 1. Jh. n. Chr.
Copyright: Ruhr Museum; Foto: Rainer Rothenberg
Man vermutet, dass die Maskenperlen die Maske der Medusa darstellen. Abgeleitet aus der griechischen Mythologie hätten die Maskenperlen somit eine Art Amulett-Funktion.

Basierend auf die im 8. Jahrhundert v. Chr. in Phönizien entwickelte ornamentale Mosaik-Technik mit aus farbigen Glasfäden gebündelten Kompositstäben entstand – wahrscheinlich in Ägypten – Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. die filigrane Technik mit sogenannten Mosaik-Kompositstäben. Vorgefertigte und speziell behandelte Kompositstäbe wurden zu einem neuen Stab gebündelt, dessen Schnittfläche ein winziges, komplexes Bild ergab. Die vom Stab abgeschnittenen Scheiben wurden ins Objekt eingeschmolzen. Diese Technik, mit der die Gesichter der hier präsentierten Perlen entstanden, kam im 1. vor- und 1. nachchristlichen Jahrhundert zur höchsten Entfaltung. Als eines der Herstellungszentren gilt die von Alexander dem Großen 331 v. Chr. gegründete Küstenstadt Alexandria, Schmelztiegel der Kulturen und Religionen im Ägypten der Griechisch-Römischen Zeit. Durch den Handel gelangten solche Perlen in mehrere Regionen Europas, der Levante und südlich bis nach Nubien, so ist die Herkunft oft nicht eindeutig zu identifizieren. Als Herkunftsort solcher Perlen wird hypothetisch Ägypten angegeben.