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Ruhr Museum | Wir sind von hier. Çağatay

Sonderausstellung

Wir sind von hier. Türkisch-deutsches Leben 1990. Fotografien von Ergun Çağatay

Ruhr Museum, 12-Meter-Ebene
ab 21. Juni 2021
Öffungszeiten

Montag–Sonntag
10–18 Uhr

Anfahrt

Preise

Eintritt 7 €
ermäßigt 4 €
unter 18 Jahren frei
Schüler*innen und Student*innen unter 25 Jahren frei

Online-Tickets

Informationen

Besucherdienst Ruhr Museum

Livestream der Eröffnung

20. Juni 2021, ab 17 Uhr

Wir freuen uns, Sie alle herzlich zur digitalen Übertragung der Ausstellungseröffnung einzuladen.

Seien Sie am 20. Juni 2021 ab 17 Uhr live dabei.

Den Stream finden Sie am 20. Juni hier.


Anlässlich des 60. Jahrestags des Anwerbeabkommens zwischen Bonn und Ankara zeigt das Ruhr Museum auf Zollverein die 120 beeindruckendsten Bilder des renommierten türkischen Fotografen Ergun Çağatay. Sie ist die umfangreichste Reportage zur türkischen Einwanderung der ersten und zweiten Generation der sogenannten „Gastarbeiter*innen" aus dem Jahre 1990.

Die Ausstellung

Dem Istanbuler Fotografen Ergun Çağatay (1937–2018) ist die umfangreichste Bildreportage zur türkischen Einwanderung in Deutschland zu verdanken. Im Zeitraum März bis Mai 1990 besuchte er auf einer Fünf-Städte-Reise Hamburg, Köln, Werl, Berlin und Duisburg und machte Tausende von Aufnahmen aus Arbeitswelt, Gemeinschafts- und Privatleben der ersten und zweiten Generation der sogenannten „Gastarbeiter*innen“, von denen viele blieben und die deutsche Staatsbürgerschaft annahmen. Anlässlich des 60. Jahrestags des zwischen Bonn und Ankara geschlossenen Anwerbeabkommens (1961) zeigt das Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein die Ausstellung „Wir sind von hier. Türkisch-deutsches Leben 1990. Fotografien von Ergun Çağatay“ mit den 120 eindrucksvollsten Bildern aus Çağatays Reportage in teils großformatigen Abzügen.

 

Die ganze Vielfalt der türkisch-deutschen Lebenswelt fächert sich vor unseren Augen auf. Çağatay führt uns hinein in das Alltagsleben türkeistämmiger Frauen und Männer, wir blicken in Wohnzimmer und Moscheen, in Fabriken, in türkische Obst und Lebensmittelgeschäfte, wir besuchen ein Stahlwerk und eine Steinkohlenzeche unter Tage. Die zwischen Mauerfall und deutscher Wiedervereinigung entstandenen Aufnahmen vergegenwärtigen eine Zeit des Umbruchs, in der sich Deutschland in eine multikulturelle Gesellschaft verwandelt. Neben den Fotografien umfasst die Ausstellung acht Video-Interviews mit Zeitzeug*innen sowie eine mediale Installation. Dreißig Jahre nach dem deutsch-türkischen Anwerbeabkommen und dreißig Jahre vor unserer Zeit zieht Ergun Çağatay die Zwischenbilanz einer Migrationsgeschichte, die Deutschland stark veränderte.

İki maden işçisi eski model bir personel aracında, Walsum Maden Ocağı, Duisburg
Yusuf amcanın erkek kahvesi “Munzur“, Oranienstraße, Berlin-Kreuzberg
Yeni Yabancılar Yasası tasarısına karşı bir kadın gösterici, Hamburg
İşçi semtinde kadınlar, Sandstraße, Duisburg-Hamborn
“Burcu” da düğün, Oranienplatz, Berlin-Kreuzberg

Deutsch-türkisches Kooperationsprojekt

"Wir sind von hier. Türkisch-deutsches Leben 1990. Fotografien von Ergun Çağatay" ist ein deutsch-türkisches Kooperationsprojekt. Es wird gefördert vom Auswärtigen Amt, der RAG-Stiftung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und steht unter der Schirmherrschaft von Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt. Die Ausstellung ist in Essen, Hamburg und Berlin sowie in Kooperation mit dem Goethe-Institut in Istanbul, Ankara und Izmir zu sehen. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in Deutsch und Türkisch sowie ein Magazin, das aktuelle Bezüge zu unserer Einwanderungsgesellschaft herstellt. Erstmals wird die Reportage Ergun Çağatays einem internationalen Publikum in Deutschland und in der Türkei zugänglich gemacht.

 

Begleitprogramm

Während der Laufzeit der Ausstellung findet ein umfangreiches und partizipativ angelegtes kulturelles Rahmenprogramm statt.
Es umfasst unter anderem ein öffentliches Symposium, eine Lesereihe, Vorträge, partizipative Stadtteil- und Schulprojekte, Kochkurse, Exkursionen sowie eine deutsch-türkische Kulturnacht mit Familienangeboten und einem Bühnenprogramm. Das Kulturprogramm bindet namhafte Repräsentant*innen der türkeistämmigen Community in Deutschland ein – vor allem der dritten und vierten Generation, die unter anderem als Journalist*innen, Schriftsteller*innen, Künstler*innen, Musiker*innen etc. den gegenwärtigen kulturellen Diskurs in Deutschland mitprägen. So wird den individuellen Migrationserfahrungen, Erinnerungen und Familiengeschichten der Kinder und Enkel*innen der sogenannten Gastarbeiter*innen Raum gegeben und ein direkter Bezug zur gegenwärtigen Diskussion um Teilhabe und Identität hergestellt.

Das komplette Veranstaltungsprogramm finden Sie hier zum Download: 

Veranstaltungsflyer (PDF)

 

Führungen für Schulklassen

Die Führung „Leben in der Zweitheimat“ bietet durch die gemeinsame Präsentation der Fotografien und der aktuellen Videointerviews umfangreiche Diskussionsanlässe zu den Themen Heimat und Migration.

Passend zu der Führung gibt es

Unterrichtsmaterialien zur Vorbereitung


Stimmen zu 60 deutsch-türkischen Jahren

Eigens für dieses Projekt entstanden im Frühjahr 2021 dokumentarische Video-Interviews. Darin kommen in Deutschland lebende Persönlichkeiten verschiedener Generationen zu Wort, die in besonderer Weise den öffentlichen Diskurs zum Thema türkische Migration geprägt haben. Dies ist der Trailer zu den Video-Interviews, die auch in der Ausstellung zu sehen sein werden.

Flyer zur Ausstellung

Weitere Informationen zur Ausstellung und dem umfangreichen Begleitprogramm finden Sie hier als PDFs zum Download:

Ausstellungsflyer (PDF)

Veranstaltungsflyer (PDF)

Kalender

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet. Führungen und weitere Angebote finden Sie in unserem Kalender:

Termine finden

Instagram-Kanal

Das Ausstellungsprojekt besitzt einen eigenen Instagram-Kanal. Noch mehr Infos, Stories und auch andere Blickwinkel gibt es hier: 

@60JahreAlmanya