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Wir sagen: Danke, Theo!

Ruhr Museum 31.3.2026
Prof. Heinrich Theodor Grütter Foto: Ruhr Museum / Christoph Sebastian

Zum 1. April 2026 verabschieden wir unseren langjährigen Direktor Prof. Heinrich Theodor Grütter, der nach mehr als vier Jahrzehnten engagierter Arbeit für das Ruhrlandmuseum, das Ruhr Museum und die Museumslandschaft des Ruhrgebiets in den Ruhestand geht.

Mit Theo Grütter verliert das Ruhr Museum nicht nur seinen Direktor, sondern eine Persönlichkeit, die unser Haus über viele Jahre hinweg entscheidend geprägt hat. Seit 1992 am damaligen Ruhrlandmuseum tätig, gestaltete er gemeinsam mit Prof. Dr. Ulrich Borsdorf die Transformation zu einem europaweit renommierten Museum für die Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebiets. Der Umzug auf das UNESCO-Welterbe Zollverein und die Entwicklung unseres heutigen Standorts tragen maßgeblich seine Handschrift.

Als Direktor des Ruhr Museums seit 2012 hat er mehr als 50 Ausstellungen verantwortet und die Geschichte des Ruhrgebiets immer wieder neu erzählt, darunter „200 Jahre Krupp. Ein Mythos wird besichtigt“ (2012), „1914 – Mitten in Europa“ (2014), „Der geteilte Himmel. Reformation und religiöse Vielfalt an Rhein und Ruhr“ (2017), „Das Zeitalter der Kohle“ (2018), „Mythos und Moderne. Fußball im Ruhrgebiet“ (2024) und zuletzt „Wie man lebt – Wo man lebt. Dokumentarfotografien von Brigitte Kraemer“ (2025). Sie stehen exemplarisch für seine besondere Fähigkeit, historische Themen lebendig und zugänglich zu machen.

Auch über das Museum hinaus hat Theo Grütter die kulturelle Entwicklung der Region mitgestaltet – unter anderem als Vorstand der Stiftung Zollverein und als engagierter Wissenschaftler und Hochschullehrer. In über 100 Seminaren an den Universitäten Bochum und Essen begeisterte er mehrere tausend Studierende für die angewandte Geschichte und Geschichtskultur. Die Universität Duisburg-Essen verlieh ihm 2013 eine Honorarprofessur in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen. Seine zahlreichen Publikationen und seine Mitwirkung in Gremien und Projekten unterstreichen seinen Einfluss weit über die Region hinaus.

Vor allem aber war er ein leidenschaftlicher Erzähler der Geschichten des Ruhrgebiets und der Menschen, die diese Region prägen.

 

Wir danken Theo Grütter für sein außergewöhnliches Engagement, seine Ideen und seinen unermüdlichen Einsatz für das Ruhr Museum, die Geschichte der Region und die Region selbst.

 

Vier Jahrzehnte voller historischer Begeisterung gehen nun zu Ende, aber eben nicht ohne den Klassiker „Ein Satz noch“ von Theo Grütter persönlich: „Ich bin tief dankbar für die Projekte, an denen ich teilhaben konnte. Es war mir eine Freude. Es war mir eine Ehre. Glück auf!"