buchbar bis 31.8.2026
Buchung kostenlos; Eintritt frei

So läuft die Führung
Im Mittelpunkt der Führung steht ein Korb mit verschiedenen Gegenständen – Alltägliches, Besonderes oder Altes. Aus diesem Korb wird ein Gegenstand ausgewählt und mit einem Foto aus der Ausstellung verbunden. Anschließend bleibt Zeit, das Bild auf sich wirken zu lassen und darüber nachzudenken, was zu sehen ist, warum der gewählte Gegenstand zu diesem Foto passt und welche Gefühle dabei entstehen.
Dabei können Erinnerungen, Gedanken und Geschichten entstehen. Wer möchte, kann davon erzählen, andere können zuhören – beides ist gleichermaßen möglich.
Die Atmosphäre der Führung ist ruhig, offen und wertschätzend. Vorwissen ist nicht erforderlich. Die Führung findet auf Deutsch statt und dauert etwa eine Stunde. Jede Stimme ist willkommen, jede Geschichte ist wertvoll.
Museen für alle
Museen können Orte des Dialogs sein – offen für alle Menschen. Deshalb ist es dem Ruhr Museum wichtig, mit Besucher ins Gespräch zu kommen und sie aktiv einzubeziehen.
Als Museum für das Ruhrgebiet möchte das Ruhr Museum Begegnungen ermöglichen und Raum für unterschiedliche Perspektiven schaffen. Die Gruppenführung „Im Korb“ lädt dazu ein, gemeinsam ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und neue Gedanken entstehen zu lassen. So wird das Museum zu einem Ort des gemeinsamen Erlebens.
Die Fotografin Brigitte Kraemer
Brigitte Kraemer wurde 1954 in Hamm geboren. Seit über 40 Jahren fotografiert sie das soziale Leben. Besonders wichtig ist ihr das Ruhrgebiet.
Sie ist Dokumentarfotografin. Das heißt: Sie zeigt das echte Leben in ihren Bildern. Ihre Schwerpunkte sind Straßenfotografie, Reportagen und Projekte über einen langen Zeitraum.
Bei ihrer Arbeit ist sie nah bei den Menschen. Sie verbringt viel Zeit mit Familien, Frauen oder Kindern. So wird sie Teil ihres Alltags und ist keine Fremde mehr. Das hilft ihr, die Menschen und ihr Leben besser zu verstehen.
In ihren Fotos geht es um das Zusammenleben von Menschen. Sie zeigt Themen wie Zusammenleben und Ausgrenzung, Glaube, Migration, Familie, Alltag und soziale Ungerechtigkeit. Sie interessiert sich dafür, wie sich die Gesellschaft verändert.
Die Ausstellung
Wie sieht das Leben im Ruhrgebiet aus? Antworten darauf gibt die Ausstellung „Wie man lebt – wo man lebt“ im Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein. Rund 200 Dokumentarfotografien der Fotografin Brigitte Kraemer zeigen Menschen und Situationen aus dem Alltag der Region.
Die Bilder erzählen vom Freizeit- und Alltagsleben im Ruhrgebiet und halten besondere Momente mit viel Nähe und Verständnis fest. Gleichzeitig macht Brigitte Kraemer auch Orte sichtbar, die sonst selten im Blick stehen – etwa Frauenhäuser oder Frauengefängnisse – und lenkt die Aufmerksamkeit auf soziale Fragen. Auch das Leben von Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland gekommen sind, findet in ihren Fotografien Platz.
So entsteht ein vielschichtiges Bild vom Leben im Ruhrgebiet – mit schönen, schwierigen und ganz alltäglichen Momenten.
Mehr Informationen zur Ausstellung
Der Flyer zur Führung zum Download
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