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Deuser-Band, Elastikon/Solingen, 1970er Jahre

50,00 € / Objekt-Nr. 1197

© Ruhr Museum / Christoph Sebastian
"Turnhalle im Taschenformat": Das Deuser-Band gehört seit den 1970er Jahren zu den Klassikern unter den Trainingsgeräten – vom Spitzensport bis zur Rehabilitation.

Das Deuser-Band kam 1967 auf den Markt und ist ein weitverbreitetes Trainingsgerät. Es ist ein geschlossener Gummiring mit einer Länge von etwa einem Meter und geht auf den deutschen Physiotherapeuten Erich Deuser (1910-1993) zurück. 1951 holte Sepp Herberger Deuser als Masseur zur deutschen Fußballnationalmannschaft, was die tiefe Verwurzelung des Bandes im Spitzensport erklärt. Er entwickelte das elastische, ursprünglich aus Kautschuk gefertigte Band, um Fußballspieler gezielt zu trainieren und Verletzungen vorzubeugen. Mit einfachen Mitteln sollte ein effektives und funktionelles Training ermöglicht werden, das den gesamten Körper einbezieht.

Das vielseitig einsetzbare Band, laut damaligem Marketing eine „Turnhalle im Taschenformat“, zeichnet sich durch seine Dehnbarkeit sowie durch einen progressiven Widerstand aus. Das bedeutet, dass der Widerstand mit zunehmender Dehnung steigt, wodurch Muskeln besonders effektiv trainiert werden können. Das Band kann für Krafttraining, Mobilisation, Koordination und Stabilisation eingesetzt werden.

Die Übungen lassen sich sowohl im Stehen als auch im Sitzen oder Liegen durchführen, wodurch nahezu alle Muskelgruppen beansprucht werden. Das Band wird häufig nach Verletzungen im Rahmen der Rehabilitation genutzt, da die Bewegungen kontrolliert und gelenkschonend ausgeführt werden können.

Auch beim Aufwärmen vor sportlichen Aktivitäten ist es ein beliebtes Hilfsmittel, da es die Muskulatur aktiviert und auf Belastung vorbereitet. Das Deuser-Band gilt als echter „Klassiker“ unter den Sportgeräten im Fitness- und Therapiebereich.