Jubiläumsvasen wie diese finden sich noch in manchen Essener Haushalten in den Farben grün, blau oder beige. Die Stadt Essen verschenkte sie im Rahmen von Jubiläumsfeiern für ihre verdienten Mitarbeiter:innen. Diese Praxis endete 1996. In den Familien wurden die Vase lange bewahrt und einige dem Ruhr Museum als Schenkung angeboten.
Der Startschuss für solche Art von Jubiläumsfeiern muss zu Beginn der 1930er Jahre gelegen haben. Der Entwurf stammte vom Keramiker der Keramischen Werkstatt Margarethenhöhe. Für die Werkstatt war der städtische Auftrag schon allein deshalb attraktiv, da die Stadt Essen jährlich ein festgelegtes Kontingent ankaufte.
Die Keramische Werkstatt Margaretenhöhe (gegründet 1925) zog aus dem Essener Süden (der Margarethenhöhe) auf das Gelände der Zeche Zollverein im Norden der Stadt um. Über Jahrzehnte stellte sie unter anderem diese Vase her. Über 4000 Vasen müssen produziert und an die Jubilare verschenkt worden sein. Man erkennt sie am Aufdruck mit dem Namenszug „Stadt Essen“ und dem städtischen Wappen - einer Fürstenkrone und zwei Schilden (mit dem zweiköpfigen Doppeladler und einem Schwert).

