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Ruhr Museum | Eröffnung "Fragen an eine Geologin"

Erwachsene, Fragen an eine Geologin

Eröffnung "Fragen an eine Geologin"

Schaudepot des Ruhr Museums, Kokerei Zollverein, Salzfabrik
Öffungszeiten

Laufzeit der Ausstellung:
19.10.–6.12.2026

Öffnungszeiten:
Sa–So 12–18 Uhr

Preise

Eintritt frei

Informationen

Anmeldung

 

Informationen

Wo Geschichte gesammelt und bewahrt wird, eröffnet zeitgenössische Kunst neue Perspektiven: Am Sonntag, dem 18.10.2026, um 15 Uhr wird das Schaudepot des Ruhr Museums zum Ort einer besonderen Begegnung von Kunst und Naturwissenschaft. Unter dem Titel „Fragen an eine Geologin“ präsentiert die Künstlerin Nico Joana Weber im Rahmen des internationalen Projekts „Sigmar Polke. Athanor NOW“ ihre beeindruckende multimediale Installation.

Ausgangspunkt ist Sigmar Polkes legendärer Beitrag „Athanor“ für die Biennale von Venedig 1986. Inspiriert von Polkes Beschäftigung mit Materialien und ihren Verwandlungen stellt Weber Fragen nach der Herkunft und Transformation natürlicher Stoffe und verbindet dabei künstlerische und naturwissenschaftliche Perspektiven.

Die Veranstaltung startet mit einer Begrüßung durch Dietmar Osses, Direktor des Ruhr Museums. Nach einem moderierten Talk mit der Künstlerin Nico Joana Weber sowie Anna Polke und Dr. Kathrin Barutzki von der Anna Polke-Stiftung kann die Ausstellung besichtigt werden. Im Anschluss gibt es die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen mit der Künstlerin über das Gesehene auszutauschen.

 

Die Ausstellung

Auf den drei Plattformen des 3. Obergeschosses des Schaudepots ist die eigens für diesen Ort entwickelte multimediale Installation von Nico Joana Weber zu sehen. Aktuelle filmische und fotografische Arbeiten verbindet die Künstlerin mit Werken und Objekten aus früheren Projekten zu einer vielschichtigen Konstellation. Diese stellt Bezüge zur Sammlung des Ruhr Museums, zur Mineralogischen Sammlung der Ruhr-Universität Bochum sowie zu Sigmar Polke her. Für seine 1986 mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete Installation Athanor im Deutschen Pavillon der Venedig-Biennale lieh Polke einen Meteoriten und einen Quarzkristall aus dem damaligen Ruhrlandmuseum aus und stellte der damals verantwortlichen Sammlungsleitung Ulrike Stottrop zahlreiche Fragen zu Mineralien, Pigmenten und Steinen. Dieser historische Kontext bildet den Ausgangspunkt für Webers Auseinandersetzung mit den Sammlungen. In der ehemaligen Salzfabrik entsteht eine Intervention, die das Ruhrgebiet als historischen Ort der Gewinnung, Erforschung und Bewahrung natürlicher Rohstoffe zeigt. Zugleich verbindet sie die einstige Kohlestadt Essen mit der Kunststadt Venedig als Ort des kulturellen Austauschs. Fragen nach Herkunft, Migration und Präsentation natürlicher Materialien treffen auf das Potenzial der Transformation von Stoffen und Bildern.

Die Ausstellung ist Teil des internationalen Projekts „Sigmar Polke. Athanor NOW“, das sich anlässlich des 40jährigen Jubiläums von Polkes berühmten Beitrag „Athanor“ für den Deutschen Pavillon der Biennale in Venedig 1986 mit dem vielschichtigen Werk des Künstlers auseinandersetzt.

 

Zum Projekt „Sigmar Polke. Athanor NOW“

„Sigmar Polke. Athanor NOW“ würdigt 40 Jahre nach Sigmar Polkes legendärer Athanor-Installation im Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig 1986 die anhaltende Bedeutung des Künstlers für Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft. Gemeinsam mit rund 60 Partnerinstitutionen und über 80 Veranstaltungen weltweit werden Polkes Ideen und Arbeitsweisen aus heutiger Perspektive neu beleuchtet. Im Fokus stehen Themen wie Materialität, Alchemie, Ökologie, Politik und Technologie. Das Ruhr Museum beteiligt sich seit Juni 2026 mit Vorträgen, Workshops, Führungen und Ausstellungen an diesem spartenübergreifenden Programm.

Weitere Informationen unter www.sigmar-polke-athanor-now.com

 

Auf einen Blick

Die nächsten Termine dieser Veranstaltung finden Sie im Kalender.