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Erwachsene, Vortrag u. Diskussion, überLeben in der Eiszeit

Dick Mol: „Moderne Mammutjäger"

Kokskohlenbunker des Ruhr Museums

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe im Rahmen der Ausstellung zur »überLeben in der Eiszeit«.

Der Nordseeraum, heute ein vielbefahrenes Gewässer, war im Eiszeitalter eine weite, trockene Ebene – ein Teil der Mammutsteppe. Bekannt ist vor allem das Wollhaar-Mammut. Weniger geläufig: Auch Nashörner und Säbelzahnkatzen gehörten zur hiesigen Tierwelt. Ihre knöchernen Überreste begegnen uns bis heute beinahe routinemäßig. Niederländische Fischer holen Fossilien dieser eiszeitlichen Großsäuger zusammen mit den Meeresfrüchten aus der Tiefe ans Licht.

Über zehntausende Jahre herrschte in der Eiszeit ein kaltes, trockenes Klima. Eine enge Kooperation von Sammler:innen und Fischer:innen brachte eine gewaltige Datenbasis aus den unzähligen Pflanzen- und Tierresten hervor, die das Bild der ehemaligen Steppe präzise schärft. Auch der Mensch war Teil dieser Fauna. Erst vor rund 8.000 Jahren erreichte die Nordsee ihren heutigen Meeresspiegel – erst dann wurden die Britischen Inseln zu wirklichen Inseln.

Im Vortrag von Dick Mol treffen Archäologie und Paläontologie aufeinander. Erstmals werden Artefakte aus der mittleren Altsteinzeit präsentiert, die aus verschiedenen Fundstellen der Nordsee stammen und eindeutig menschliche Präsenz belegen. Einige Orte lassen sich sogar als Lebensraum des Neandertalers deuten. Ergänzt wird dies durch seltene Funde der Mittelsteinzeit, menschliche Überreste sowie jungsteinzeitliche Äxte vom Meeresgrund, die zeigen: Frühe Bauern nutzten das Meer bereits als Verkehrsweg.

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