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Ruhr Museum | V: Dr. Elvira Martin „Überleben am Rande der bewohnbaren Welt"

Erwachsene, Vortrag u. Diskussion, überLeben in der Eiszeit

Dr. Elvira Martin „Überleben am Rande der bewohnbaren Welt"

Kokskohlenbunker des Ruhr Museums

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe im Rahmen der Ausstellung zur »überLeben in der Eiszeit«.

Während des zweitletzten Abschnittes der letzten Kaltzeit, gab es im nördlichen Europa eine eisfreie und bewohnbare Zone. Sie lag zwischen dem Fennoskandischen Eisschild im Norden und den vereisten Gebirgsregionen der Alpen, Karpaten und Pyrenäen im Süden. Damals lebten hier zwei Menschenarten: der Neandertaler und der anatomisch moderne Mensch (Homo sapiens).

Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, wie sich diese Menschen ernährten, ob sie ständig Hunger litten, ob sie üppig speisten, ob sie ihren physiologischen Bedarf decken konnten und ob sie wie landläufig angenommen wird ausschließlich von Fleisch lebten.

Während sich tierische Ressourcen in der Archäologie leicht auffinden lassen, ist das bei Pflanzen sehr schwierig da sie sich kaum erhalten haben durch die Jahrtausende. Zur Datenerhebung wurden daher für tierische und pflanzliche Ressourcen alle momentan zur Verfügung stehenden Methoden herangezogen.

Die Modellrechnungen ergaben, dass weder Neandertaler noch anatomisch moderne Menschen sich ausreichend und bedarfsdeckend ausschließlich durch tierische Ressourcen ernähren konnten. Nur in Kombination mit den eizeitlichen Nahrungspflanzen konnte eine gesunde Ernährung und Reproduktion gewährleistet werden.

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