
Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe im Rahmen der Ausstellung zur »überLeben in der Eiszeit«.
Vor rund fünf Millionen Jahren herrschten auf der Erde deutlich wärmere Klimabedingungen als heute. Ausgedehnte Wälder reichten weit nach Norden bis in Regionen, die heute von kargen Eiswüsten geprägt sind. Und auch Mitteleuropa war von einer überwiegend warm-gemäßigten Vegetation geprägt.
Mit dem Übergang vom Pliozän zum Pleistozän vor etwa 2,6 Mio. Jahren setzte jedoch eine allmähliche Abkühlung ein, die den Beginn des quartären Eiszeitalters markiert. An den Polen wuchsen mächtige Eisschilde, auf der Nordhemisphäre entstanden große Inlandeisdecken, und auch die Hochgebirge vergletscherten stärker. Die Ursachen dieser globalen Klimaveränderungen sind vielschichtig und nicht selten erstaunlich. Was hat beispielsweise eine Meerenge in Panama mit Eisschilden in Nordeuropa zu tun? Erstaunlich viel: Wenn sich Kontinentalplatten bewegen, verändern sich die Wege der Meeresströmungen – und damit die Wege, auf denen Ozeane Wärme transportieren. Die Schließung des Isthmus von Panama trennte Pazifik und Atlantik und begünstigte eine kräftige Umwälzzirkulation im Atlantik: Warmes Oberflächenwasser gelangte verstärkt in den Nordatlantik, kühlte dort ab, wurde dichter und sank in die Tiefe.
Die Veränderungen solcher und weiterer globaler natürlicher Systeme sowie deren Wechselwirkungen wirken wie ein „Schaltpult“ für das Klimasystem. Diese Zusammenhänge und welche Rolle Vulkane und Kreiselbewegungen der Erdachse darin spielen, wird im Vortrag anschaulich erläutert.
Die nächsten Termine dieser Veranstaltung finden Sie im Kalender.
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